Monatsübersicht aus der Welt des Scotch Whisky

    Whisky-Neuigkeiten – August 2026

    1. September 2026 · Petr & Johana

    Willkommen zu einer weiteren Ausgabe unserer monatlichen Rubrik. Der August brachte der Welt des Scotch Whisky wesentliche Veränderungen – von der Abschaffung der US-Zölle bis zu neuen Auszeichnungen und limitierten Editionen. Der Markt stabilisiert sich, die Premiumisierung geht weiter, doch Fans dürfen sich auf bessere Verfügbarkeit und mehr Transparenz freuen.

    In diesem Artikel

    Die USA haben den 10-%-Zoll auf Scotch Whisky gestrichen

    Am 24. Juli 2026 trat die Abschaffung des 10-%-Zolls auf in die USA importierten Scotch Whisky in Kraft. Für Exporteure bedeutet das unmittelbare Erleichterung, für amerikanische Verbraucher potenziell niedrigere Preise.

    Es ist Teil eines umfassenderen Handelsabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA, das ein „Null-zu-Null“-Regime geschaffen hat – Scotch kommt zollfrei in die USA, amerikanischer Whiskey ebenso ins Vereinigte Königreich.

    Quellen: The Whiskey Wash, BBC

    World Whiskies Awards 2026: Bowmore 21 und Ballantine's 23

    Die Ergebnisse der World Whiskies Awards 2026 bestätigten die Stärke traditioneller Brennereien. Bowmore 21 Year Old holte den Titel World's Best Single Malt, Ballantine's 23 Year Old wurde World's Best Blended.

    Zu den weiteren Gewinnern zählen Glasgow 1770 Ruby Port Cask Finish als bester Lowland-Small-Batch-Whisky und Caol Ila 18 Year Old Jazz Festival Edition.

    Quelle: The Whiskey Wash

    SIP Awards 2026: Double Gold für Bruichladdich The Classic Laddie

    Die im Juli verkündeten SIP Awards 2026, bei denen Verbraucher direkt bewerten, brachten einen deutlichen Erfolg für Islay. Bruichladdich The Classic Laddie erhielt Double Gold, Port Charlotte 10 Year Old eine Goldmedaille.

    Unter den ausgezeichneten Scotch Whiskys fanden sich außerdem Gleneffer Blended Scotch, Cutty Sark und Oban 15 Year Old Port Cask Finish.

    Quellen: The Whiskey Wash, Robb Report India

    IWSC 2026: The GlenAllachie 18 und Deanston Orange Wine Cask ganz vorne

    Die International Wine & Spirits Competition 2026 verlieh Scotch Whiskys insgesamt 545 Medaillen. The GlenAllachie 18 Year Old und Deanston Orange Wine Cask 17 Year Old erreichten je 98 Punkte und den Titel Spirit Gold Outstanding.

    Sehr gut bewertet wurden zudem Bowmore 9 Year Old, Glengoyne 17 Year Old Scottish Oak und Chivas Regal 25 Year Old.

    Quelle: The Whiskey Wash

    Der Markt kehrt zu Verfügbarkeit, Transparenz und Kernsortimenten zurück

    2026 steht im Zeichen der Korrektur nach einer langen Phase steigender Preise und Sammlerspekulation. Höhere Lagerbestände und vorsichtigere Produktion verbessern die Verfügbarkeit der Flaschen.

    Gleichzeitig verlangen Kunden häufiger Altersangaben sowie klare Informationen zu Fässern, Filtration und Herkunft. Gut aufgebaute Kernsortimente und hochwertige Blends spielen wieder eine Rolle, nicht nur limitierte Editionen.

    Quelle: Forbes

    Neue Exportbedingungen: China senkte den Zoll auf 5 %

    China senkte im Januar 2026 den Einfuhrzoll für Whisky auf 5 %, was den Export in einen wichtigen asiatischen Markt wieder ankurbeln soll.

    Für Brennereien ist die Kombination aus offenerem chinesischem Markt und zollfreiem Zugang zu den USA ein wichtiger Impuls nach schwächeren globalen Exportmengen im Jahr 2025.

    Quelle: Scotch Whisky Association

    The Clydeside 2026 Limited Edition: Bourbon-, Rye- und Tequila-Fässer

    Die Glasgower Brennerei The Clydeside präsentierte einen limitierten Lowland Single Malt mit 46 % ABV. Reifung und Finish nutzen eine Kombination aus Bourbon-, Rye- und Tequila-Fässern.

    Die Gesamtauflage beträgt nur 580 Flaschen – ein schönes Beispiel für den aktuellen Trend, bei dem Brennereien mit Holz experimentieren, den Geschmack aber weiter auf dem Charakter des Destillats aufbauen.

    Quelle: The Clydeside Distillery

    Fakt des Monats: Nachhaltigkeit von Nebenprodukten bis Netto-Null

    Nachhaltigkeit im Scotch Whisky verschiebt sich von Absichtserklärungen zu betrieblichen Veränderungen. Die Scotch Whisky Association will die eigenen Betriebe bis 2040 vollständig dekarbonisieren und bis 2045 Netto-Null in der gesamten Wertschöpfungskette erreichen.

    Ein konkretes Beispiel ist Celtic Renewables, das Nebenprodukte der Whiskyherstellung in kohlenstoffarme Biochemikalien umwandelt – so entsteht für Brennereien eine neue Verwendung für Material, das früher vor allem Abfallstrom war.

    Quelle: Scotch Whisky Association

    Pavel, The Whisky Game

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